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Spektakuläre neue Gegengerade
Millerntor: St. Pauli plant die perfekte Welle
Stefan Krause
Die angedachte „Welle“ : Bis zu 14.000 Zuschauer würde die neue Gegengerade fassen. Selbst ganz oben unter dem Dach könnten noch Fans Platz nehmen.
Foto: Agentur Interpol
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Die Debatte um den Neubau der Gegengerade im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli ist in vollem Gang. Seit Montag kann sich jeder ein Bild von der viel diskutierten "Welle" machen, die als Alternative zum konservativen Umbau à la Süd- und Haupttribüne im Rennen ist. Die MOPO erklärt das unzweifelhaft beeindruckende Bauwerk (hier die St. Pauli-Gegengerade im Video).

Die technischen Daten: Bis zu 14000 Zuschauer finden auf 11000 Steh- und 3000 Sitzplätzen Unterschlupf. Die „Welle“ ist zum Spielfeld hin 136 Meter lang (zum Heiligengeistfeld 120 m), 27 Meter hoch, 32 Meter tief und geht über vier Ränge, wobei sich die Oberränge wieder zurück in Richtung Spielfeld staffeln. Hinter dem Sitzbereich des Unterrangs sind zurückgezogene Kiosk-Bereiche für AFM, Fanräume/-laden o.ä. vorgesehen.


Die „Macher“: Das Ingenieurbüro für Tragwerksplanung OSD unter Leitung von Prof. Harald Kloft und das Architektenteam vom Hamburger Kreativlabor „Interpol +-“, das 2008 gegründet wurde und generell nur auftraggeberunabhängige Projekte entwickelt. Verantwortliche Architekten sind Timothy Pape (Interpol+-) und Lutz Herzog (Werkstatt 2).


Die Idee: Eben kein PR-Gag oder Größenwahn (die Tribüne ist z. B. 19 Meter niedriger als die Münchener Allianz Arena), wie von Kritikern unterstellt, sondern eine rudimentäre Konstruktion ohne Schnick-Schnack aus dem Herzen eines Fußball-Fans sehen die Verantwortlichen in ihrem Projekt, das den Mythos Gegengerade in eine neue Zeit transportieren soll. „Das Bestechende an der Grundform der Welle ist die einfache, elementare Form, die die Grundbedürfnisse der Fußballfans nach großer Nähe zum Spielfeld, perfekter Sicht und gemeinsamem Einfluss auf die Mannschaften und das Spiel aufnimmt“, so Prof. Harald Kloft von OSD Ingenieure. „Im Grunde ist der Entwurf gleichzeitig neu und außergewöhnlich, aber auch verblüffend einfach und in seiner Klarheit grundfunktional aufgebaut.“ Die technische Machbarkeit des Entwurfs sei „von Beginn an gewährleistet“.


Die Alternative: Sie stammt vom Architekturbüro ar.te.plan aus Dortmund und orientiert sich optisch wie vom Umfang her stark an Süd- und Haupttribüne. Sie würde 13000 Fans Platz bieten.

Die Kosten: Sind „bis Mitte/Ende September Spekulation“, sagt Vize Dr. Gernot Stenger, die „Welle“ dürfte allerdings teurer werden als die konservative Variante. Das Gesamtpaket Gegengerade, Nordkurve (wird in zwei Jahren erneuert) und Umbau Trainingsgelände wird sich laut Stenger und Geschäftsführer Michael Meeske auf „knapp 20 Millionen Euro“ belaufen.

Die Entscheidung: Fällt Mitte Oktober.

Fans diskutieren auf MOPO.DE und Facebook über den Wellen-Entwurf
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CupHolder Diese Welle muss kommen. Die Gegengerade zeigt allen, was im Stadionbau zu machen ist. Sie ist ein Spiegelbild für eine Stadt, die weltoffen ist.
Viktor Rein optisch und von der Idee her grandios. Leider dürfte man oben niemanden hineinlassen, sonst fiele den unten Stehenden ständig irgendetwas auf den Kopf.
Nordlicht Auch als HSVer muss ich zugeben: Wer sich für gute Architektur begeistern kann, muss diesen Entwurf lieben!
Petehh St. Pauli braucht keine Welle, kein Riesenrad und keine architektonischen Meisterwerke! Uns genügt ein englisches Stadion mit Backstein. Weg mit der Welle...
Onkelfritz Als Architekt und St. Pauli-Fan kann ich nur sagen: Was für eine sensationelle Idee! Die Welle würde ein Alleinstellungsmarkmal in Deutschland darstellen, mehr noch als die "gelbe Wand" in Dortmund. Auch von der Akustik und den Blick-Perspektiven her würde das die bislang schon einzigartige Atmosphäre am Millerntor noch spezieller machen. Was passt besser zum etwas anderen Verein als eine etwas andere Gegengerade?
Radio Eriwan Ja Super... Eine Designer Tribüne und der Rest des Stadions ist ein Traum in Tristesse. Keine Anbindung an das Gesamtkonzept und keine Verbindung zu den Kurven. Damit wird das Stadion immer wie eine Baustelle aussehen.
KS Ich finde die Welle klasse. Sie wäre einzigartig und so auch passend zu ST. PAULI! Bitte Bauen!
Faltbrot Größer, dicker, höher, gigantischer, teurer...Was kostet die Welt? Bitte nicht auch noch bei unserm ST.PAULI. St. Pauli hebt sich mehr vom Rest der Liga ab, wenn bei diesem ganzen Kommerz-Gigantismus nicht mitgemacht wird.
Maracana Sieht super aus, sehr eigenständig. Die neue Haupttribüne ist ja etwas langweilig geraten. Besonders, wenn man in den Katakomben unterwegs ist.
Nils S. Sehr cooler Vorschlag! Ich bin dafür! So kann man bei jedem Spiel die Welle machen!!
Steven B. Also ich bin HSV-Fan und muss sagen: Das passt ja mal so gar nicht! Soll doch lieber klassisch bleiben, nicht solche futuristischen Sachen...
Frollein S. Die Welle hat was, aber leider auch irgendwas bedrohliches. Auf den ersten Blick dachte ich: "Wenn das mal runter kracht" ...
Rüdiger M. Ich find's cool! Wäre ein Grund, mal als nicht Pauli-Fan ins Millerntor-Stadion zugehen :)
Caro M. Wir wollen unsere Gegengrade behalten wie sie ist! Das macht doch den Charme aus: Kein neumodischer Schnickschnack!
Lucas I. Sieht irgendwie geil aus und bietet auch mehr Plätze als die andere Version. Ist gar nicht so schlecht....
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